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15.05.2013 Mittwoch  Leistungsüberprüfung in Höxter beendet

In der Umgebung von Höxter wurden für fünf Wasserrettungszüge des DLRG Landesverbandes Westfalen fünf Szenarien vorbereitet, die reihum abgearbeitet werden sollten. Nach vier Tagen Übung kehrte der Bootstrupp der DLRG Hattingen/Blankenstein gesund aber erschöpft zurück.

Nach dem Einrichten der Unterkunft am Donnerstagvormittag den 09.05. stand nachmittags die erste Aufgabe fest. Es sollte eine schwimmende Plattform mit Sandsäcken beladen und ca. zwei km über die Weser transportiert werden. „Gefördert werden sollte mit dieser Übung das Geschick der Bootsführer, mit mehreren Booten gemeinsam diese Plattform durch stark strömendes Gewässer zu manövrieren.“ berichtet Bootsführer Pierre Weingarten. Weiter ging es am Freitagmorgen mit dem Aufbau einer Funkbrücke. Die Wasserfahrzeuge des Zuges wurden auf der Weser so weit voneinander entfernt, dass man lediglich seine beiden Nachbarn flussauf- und abwärts per Funk erreichen konnte. „Dann wurde Stille Post gespielt und beim Mittagessen kontrolliert, wie viel der Nachrichten inhaltlich vom Anfang bis zum Ende der Kette übertragen wurde“, so Truppführer Dino Richter. Kraftfahrer Uwe Borgböhmer berichtet weiter: „Für den Freitagnachmittag wurde uns ein Erkundungsauftrag ausgehändigt, der beim Eintreffen an der Slipprampe in eine Personensuche ausartete. Schnell waren die Taucher im und unsere Boote auf dem Wasser. Innerhalb von 30 min waren die beiden Vermissten gefunden und wir konnten unseren ursprünglichen Erkundungsauftrag wieder aufnehmen.“

Ganz im Zeichen des Sanitätswesens stand der Samstag. Vormittags wurden den Helfern in einer Stationsausbildung die für die DLRG neuesten Ergänzungen im Sanitätsrucksack vermittelt. „Tourniquet-Abbindesystem, Larynxtubus und Israeli-Bandage… so ungewöhnlich diese Gegenstände heißen, genauso nützlich scheinen sie mir in der Patientenversorgung“ erklärt Sanitäter Tim Makus. Den krönenden Abschluss bildete dann wieder der Nachmittag: Eine Horde blutender, weinender und schreiender Unfalldarsteller und die Aufgaben, neben deren Versorgung auch noch am unwegsamen Ufer eine Slipprampe für die Boote zu bauen sowie ein versunkendes Fahrzeug zu bergen. „Tauchen, bauen, versorgen,…hier war für jeden Geschmack was dabei. Ich habe mich riesig gefreut, meine beruflichen Kenntnisse in Sachen Statik als Fachberater für den Stegbau einsetzen zu können!“ Mit diesen Worten und einem strahlen im Gesicht steht Vereinsvorsitzender Julian Diße uns gegenüber. Sein Bruder Steffen Diße, der im Oktober letzten Jahres seine Ausbildung zum Zugführer absolvierte, durfte auf dieser Übung ebenfalls sein Können unter Beweis stellen, allerdings ohne seine Jungs. Während der Bootstrupp Teil des fünften Wasserrettungszuges war, saß er im Führungsfahrzeug der Ortsgruppe Hattingen-Süd an vorderster Front des zweiten Zuges: „Natürlich ist es einfacher, Personen in den Einsatz zu schicken, deren Fähigkeiten bzw. Vorlieben für die verschiedenen Szenarien mir bekannt sind. Aber es tat auch mal gut, diesen Fokus abzustellen und mich auf neue Leute einzulassen.“

Truppführer Dino Richter resümiert: „Die Szenarien waren alle sehr gut abzuarbeiten und sehr realitätsnah. Die letzten Material-Anschaffungen ergänzten das bereits vorhandene Material. Auch wenn das Wetter leider nicht immer auf unserer Seite war verbrachten wir ein spaßiges, lehrreiches Wochenende im Rahmen einer erfolgreichen Einsatzübung. Wir freuen uns auf die nächste Übung 2014.“ 

Kategorie(n)
KatS
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Von: Steffen Diße

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